Opferschutzgruppe
Gewalt in der häuslichen Umgebung ist strafbar! Meist sind die Opfer weiblich, und die Formen reichen von subtiler Kontrolle und Manipulation bis hin zu massiven körperlichen und sexuellen Übergriffen. Ursache ist häufig ein andauerndes Macht- und Abhängigkeitsverhältnis zwischen Täter:innen und Opfer, verstärkt durch Angst, Scham und den Verlust des Selbstwertgefühls. Sensible Aufmerksamkeit kann helfen, dass Betroffene Hilfe suchen und weitere Eskalationen verhindert werden. Seit 2011 (KAKuG, § 8e) sind österreichische Krankenanstalten verpflichtet, Opferschutzgruppen einzurichten, um Gewaltbetroffene effektiv zu unterstützen.
Aus diesem Grund haben wir in unserem Haus eine Opferschutzgruppe installiert. Deren Vorsitz hat OA Dr. Melanie Nöhmer.
Das Ziel der Gruppe ist es, die Mitarbeitenden des Krankenhauses darin zu schulen, Gewalt in der häuslichen Umgebung zu erkennen, Betroffene darauf sensibel anzusprechen und entsprechend zu handeln.
Bei Verdacht auf Gewalt und oft auch präventiv geben wir Patient:innen Informationsmaterialien mit und ermöglichen psychologische Beratungsgespräche im Krankenhaus.
Sollten Sie sich in irgendeiner Weise angesprochen fühlen, bitten Sie während Ihres stationären Aufenthalts um ein psychologisches Beratungsgespräch und/oder nützen Sie folgende Angebote:
Startseite - Gewaltschutzzentren Salzburg (kostenlose Information, Beratung und Begleitung)
HelpChat - Onlineberatung für Frauen & Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. (anonymer Chat)
Home – Verein VIELE (incl. Schutzunterkünfte; Beratung in vielen Sprachen)